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Meine Erfahrungen bei ebay

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Wenn Menschen etwas verkaufen wollen, dass sie nicht mehr benötigen, inserieren sie meistens nicht mehr in der lokalen Tageszeitung, sondern stellen es beim Online-Auktionshaus ebay ein.

Bei ebay verkaufen und verkaufen viele Leute, und zwar nicht nur Gebrauchtwaren, sondern auch neue Artikel.

Ich bin selbst seit vielen Jahren sowohl als Verkäufer als auch als Käufer bei ebay aktiv und habe über 100 Transaktionen bei ebay durchgeführt. Hier teile ich meine Erfahrungen mit dem Quasi-Monopolisten mit euch und komme auch auf die aktuelle Gebührenpolitik des Unternehmens zu sprechen.

Zuerst lasse ich euch an meinen Erlebnissen als Käufer teilhaben, dann geht es um meine Erlebnisse als Verkäufer. Zu guter Letzt soll es um die Gebühren gehen, die das Unternehmen aktuell berechnet.

Meine Erfahrungen als Käufer

Hier gibt es nicht viel zu berichten. Bis auf zwei Mal hat bei über 80 Transaktionen alles so geklappt, wie es sein sollte. Ich habe den Artikel immer relativ zeitnah erhalten, oft sogar nur einige Tage nach dem Kauf. In 90 Prozent der Fälle habe ich Neuware gekauft, doch auch bei gebrauchten Gegenständen war ich insgesamt mit dem Artikelzustand zufrieden.

monopol-e-commerce largeZu den beiden Fällen, bei denen ich nicht zufrieden war: Ein Notebook, das ich bei einem Händler bestellt hatte, kam nie an. Nachdem ich dies dem Händler mitgeteilt hatte, schickte er mir sehr zeitnah ein Ersatzgerät zu – er vergaß allerdings, wie vereinbart den Arbeitsspeicher von vier auf acht GB zu erhöhen. Nachdem ich reklamierte, sagte er mir nur, er würde mir die fehlenden 4 GB zuschicken und ich könne diese dann selber einbauen. Das machte mich wütend, denn es ist nicht Aufgabe des Käufers, den Computer umzubauen. Letztlich forderte ich dann neben dem Arbeitsspeicher einen Schraubenzieher an, da ich keine Lust auf eine weitere Verzögerung hatte. Hätte ich das Notebook zurückgeschickt und diesem den Umbau überlassen, hätte es mich wieder viele Tage gekostet.

Alles in allem funktioniert das System von ebay sehr gut, wenn man darauf achtet, bei Menschen bzw. Händlern zu kaufen, die annährend 100 Prozent positive Bewertungen haben. Nach jedem Kauf und Verkauf können die beteiligten Akteure nämlich das Verhalten des Anderen bewerten.

Meine Erfahrungen als Verkäufer

Meine Erfahrungen als Verkäufer sind durchwachsen. Insgesamt habe ich 31 Artikel verkauft. Dabei kam es in zwei Fällen zu Problemen. Einmal behauptete eine Person, ein Computerspiel sei nicht angekommen und verlangte die Rückerstattung des Kaufpreises.

Ein andermal verkaufte ich mehrere Musik-CDs für ein paar Euro und auch hier erhielt der Käufer die Ware angeblich nicht.

In beiden Fällen habe ich mich geärgert und, vor allem im Fall des höherpreisigen PC-Spiels, den Verdacht gehegt, dass hier jemand sich das Geld sparen wollte. Letztlich habe ich in diesen Fällen jedoch das Geld zurückerstattet. In Zukunft werde ich dies nicht mehr so einfach tun und hier notfalls auch mal eine negative Bewertung in Kauf nehmen. Aktuell habe ich 100 Prozent positive Bewertungen, da kann ich mir dies in begründeten Fällen erlauben;).

Die Gebühren von ebay

Ebay hat sein Provisionsmodell radikal vereinfacht. Früher gab es eine Verkaufsgebühr, die abhängig von der Höhe des Start- bzw. Sofort-Kaufen-Preises war und eine Verkaufsprovision, die einen bestimmten Prozentsatz des Verkaufserlöses darstellte. Dieser Prozensatz wiederum schwankte je nach Kategorie des Verkaufsobjektes.

Neuerdings fallen für private Verkäufer für die ersten 20 Auktionen eines Monats keine Angebotsgebühren an. Die Verkaufsprovision wurde dafür auf pauschale 10 Prozent angehoben.

Für gewerbliche Verkäufer bleibt die Gebührenstruktur kompliziert. Je nach Startpreis und Kategorie des Artikels fallen unterschiedliche Gebühren an. In vielen Bereichen wie Heimwerker und Uhren liegt die Verkaufsprovision jedoch bei satten 11 Prozent.

Insgesamt finde ich 10 Prozent des Verkaufspreises sehr happig. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass ebay durch sein Bezahlsystem Paypal ordentlich abkassiert. Üblicherweise fallen für Verkäufer fixe 35 Cent plus 1,9 Prozent des empfangenen Betrages an. Für gewerbliche Händler lässt sich der variable Prozentsatz auf geringstenfalls 1,5 Prozent drücken.

Insgesamt kann ein ebay-Verkauf mit Bezahlung über Paypal also locker 13 Prozent des Verkaufspreises kosten. Glücklicherweise müssen Verkäufer jedoch nicht Paypal als Bezahlungsmethode anbieten.

Fazit: Ein teurer Spaß

Ebay ist richtig teuer. Aber offensichtlich können sie es sich erlauben, weil Konkurrenzplattformen sich trotzdem nicht am Markt etablieren können. Als Käufer muss man sich in der Regel keine Sorgen machen, wenn man bei Händlern mit sehr großem Anteil an positiven Bewertungen kauft. Auf Verkäuferseite muss man aufpassen: Wenn ich mal wieder einen Artikel verkaufe und jemand behauptet, er habe einen Artikel nicht bekommen, erstatte ich nicht mehr so leicht Geld zurück.

photo credit: danielbroche via photopin cc

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Autor: Alltagsoekonom

Der Volkswirt schreibt hier über persönliche und ökonomische Lebensführung, über Gerechtigkeit und über Gesellschafts- und Kartenspiele. Er freut sich immer über Kommentare, Feedback und Kooperationsgesuche. Sehr gerne über das Kontaktformular dieser Seite oder per Mail. Ansonsten ist der gute Herr auch bei google+ zu erreichen.

6 Kommentare

  1. Wenn du bei ebay was verkaufst, würde ich dir immer dazu raten den Artikel versichert zu verschicken, sodass dass du einen Nachweis hast, dass du den Artikel abgeschickt hast. Und sollte der Artikel tatsächlich nicht ankommen, ist das Päckchen/das Paket versichert, sodass du das Geld dafür bekommst bzw. der Käufer, was nur selten passiert (wie bei deinem Notebook).

    Solltest du unversichert verschicken (Brief, Maxibrief, Waren/Buchsendung…) kann es „angeblich“ auf dem Postweg verloren gehen und du musst das Geld dem Käufer das Geld zurückgeben, da du kein Beweis hast, dass die Sendung unterwegs ist. Sollte er per PayPal bezahlt haben, bekommt er sowieso im Handumdrehen das Geld durch Käuferschutz erstattet, welches dir dann abgebucht wird.

    Viel Spaß weiterhin auf eBay, solltest du noch Fragen haben, kannst mich gerne Fragen, bin schon seit mehr als 14 Jahren dort angemeldet und habe mehr als 1400 Bewertungen.

    PS: Schreibst gute Artikel, also weiter so, lese alle heimlich mit !! 🙂

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  2. Achso, es gibt eine sehr gute Alternative zu eBay. Du kannst auch auf Amazon Marketplace verkaufen, was ich jetzt schon seit mehr als einem halben Jahr mache. Ist leichter, und klappt super. Allerdings kann man Schrottartikel nur bei eBay verscherbeln 😛 (Also No name Sachen, oder Kleidung, Hygine Artikel…)

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  3. Hallo Igor,

    danke für die netten Worte, freut mich sehr, dass du häufiger hier liest.

    Zu deinem Tipp mit dem versicherten Versand: Prinzipiell hast du Recht, aber ich verkaufe meist Waren mit einem geringen Wert. Ein versicherter Versand bedeutet dann einen unverhältnismäßig hohen Aufschlag auf den Kaufpreis, zumindest ist das so bei der Post (Päckchen ca. 3,90 €, versichertes Paket 6,90 €).

    Ist amazon Marketplace von den Gebühren nicht ähnlich teuer wie ebay?

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  4. Ich kann von ebay nur noch abraten. Als korrekter Verkäufer leide ich unter Zockern, Bewertungs-Erpressern, Nachverhandlern und gerechtfertigten Fall-Eröffnungen. Trotz großem Aufwand bei Fotos, Text und Kommunikation lässt es sich bei einigen Käufern nichts recht machen. Sie sind am längeren Hebel, da der Käufer leider nicht negativ bewertet werden darf! Der „Kundenservice“ ist spezialisiert auf Abwimmeln, widersprüchliche Aussagen und im Nicht-Helfen. Lange Warteschleifen treiben in den Wahnsinn. ebay verdient Millionen mit Nichts-Tun. Service gibt es nicht. Es treiben sich zu viele schwarze Schafe auf diesem Markt herum. Finger weg.

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  5. Nachtrag: Sorry, meinte ungerechtfertigte Fall-Eröffnungen. z.B. DHL-Sendungsverfolgung zeigt Zustellung an. Taggleich eröffnet der Käufer einen „Fall“ mit „Artikel nicht erhalten“. Und Hurra. So bekomme ich wieder einen „Mangel“ in meine Verkäuferleistung. Eine Entfernung durch den Kundenservice? Aber nein. Jede Ausrede klingt anders, dazu viele Automatik-Antworten. Gerechtigkeit darf hier keiner erwarte. Ich kann alle Vorgänge belegen. Mit Amazon verläuft alles zu meiner Zufriedenheit.
    Schöne Grüße

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  6. Ich habe 2 SD Karten über Ebay gekauft und mit Paypal bezahlt. Da die erste Karte welche ich ausgepackt habe von zwei Smartphones als defekt angezeigt wurden habe ich die Rückgabe über Ebay gestartet.

    Der Verkäufer hat schnell geantwortet und mir einen Rabatt auf die Ware angeboten. Daraufhin habe ich nochmals mitgeteilt dass ich die Ware zurück senden möchte. Daraufhin hat der Verkäufer einen weiteren Rabatt angeboten. Beim dritten Versuch schickte mir der Verkäufer eine Rücksendeadresse mit dem Hinweis, dass ich die Ware per Brief an diese senden soll.

    Also habe ich zwei Briefe mit der Ware an die Adresse gesendet. Leider kam vom Verkäufer keine weitere Antwort. Auf Nachfrage beim Verkäufer kam nur eine Antwort dass sie die Ware nicht erhalten haben. Nach über 3 Wochen immer noch die gleiche Antwort. In den Bewertungen des Verkäufers ist ersichtlich dass ich nicht der Einzigste bin dem es so ergangen ist. Ich dachte kein Problem ich habe ja mit Paypal bezahlt und habe dadurch Käuferschutz. Wie sich später raus stellte Pustekuchen. Nachdem ich einen Fall geöffnet hatte bekam ich die Mitteilung dass ich die Ware an den Verkäufer senden soll. Kam mir da ein bisschen veräppelt vor.

    Zuvor hatte ich Ebay mitgeteilt dass ich die Ware schon vor längerem an den Verkäufer gesendet habe. Zum Beweis habe ich ein Foto mit den zwei Briefen mit abgestempelten Postwertzeichen angehängt. Ich vermute mal, dass bei Ebay keiner die Mails liest und nur Standardantworten gesendet werden. Daraufhin habe ich mich telefonisch mit Ebay in Verbindung gesetzt. Da wird man nur abgespeist und erklärt man könne den Verkäufer ja anzeigen. Soviel zum Käuferschutz bei Ebay. Ich habe den Verdacht dass Ebay solche Chinamassenverkäufer nicht vergraulen will, da Ebay ja eine Menge verdient an diesen. Da ist ein verärgerter Privatkäufer schon zu verkraften.

    Daher rate ich bei Ebaykäufen genau zu achten was da geschrieben steht. Ich habe mich auch täuschen lassen. Artikelstandort wurde mit Deutschland angegeben. Wenn man allerdings ganz nach unten scrollt auch über die vielen Bildschirmseiten ohne Inhalt erkennt man dass dort eine Adresse aus Fernost angegeben ist.

    EDIT: Der Kommentar wurde zur besseren Lesbarkeit vom Admin editiert.

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