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Geschäftsidee: Spiele-Pub Voyager in Bonn

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Ich wohne derzeit in Bonn, einer Stadt, die mir sehr gut gefällt, denn sie verbindet die Elemente einer größeren Stadt mit dem Gefühl einer Kleinstadt. Die Stadt bietet  nette Orte wie den Hofgarten, die grüne Poppelsdorfer Allee oder das Rheinufer.

In Bonns Altstadt planen zwei Fantasy-Spiele-Fans, einen Pub für Spiele zu eröffnen.  Neben Fantasy-Spielen sollen Brettspiele und Rollenspiele dort spielbar sein und Spieleturniere veranstaltet werden. Über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammeln die beiden nun das benötigte Geld zum Start ihres Projekts ein.

Crowdfunding-Portale ermöglichen es Internetusern, spannende Projekte finanziell unterstützen. Sie erhalten dafür in der Regel später eine Gegenleistung: Wenn etwa ein Journalist nach Afrika Reisen will, um die Lebensumstände im Kongo zu dokumentieren und anschließend ein Buch darüber zu schreiben, dann bietet er seinen Unterstützern das Buch als Gegenleistung für die Spende an.

Die beiden potentiellen Gründer des Fantasy-Pub haben bereits ein Ladenlokal ins Auge gefasst. Neben einem großen Angebot Spielen und Events soll es exotische Biere und einige Speisen wie Burger und Pommes geben.

Zuerst einmal meine Meinung zur grundsätzlichen Idee: Ich mag Spiele wie Dominion und Schach, also strategische Spiele mit viel Tiefgang. Daher gefällt mir die grundsätzliche Idee eines Spielepubs sehr gut. So einen Ort würde ich mir wünschen. Mit Fantasy-Spielen kann ich allerdings nichts anfangen. Und insgesamt scheint mir der Schwerpunkt des Angebots leider auf Fantasy zu liegen.

Spender erhalten nur wenig Gegenwert für ihr Geld

Zurück zur Crowdfunding-Aktion: 50.000 Euro sollen Förderer insgesamt für das Projekt aufbringen. Damit sollen Renovierungsarbeiten finanziert werden und Spiele, Speisen und Möbel beschafft werden. Als Gegenleistung für seinen Beitrag erhält der Unterstützer je nach Spendenhöhe ein Dankeschön: Wer etwa 20 Euro spendet, erhält eine Flasche „Adventsmet“, für 50 Euro winken ein Freigetränk und ein Essen. Ein Unterstützer konnte sich gar für 5.000 Euro unter anderem seinen Namen als Sponsor auf dem Außenschild der Kneipe sichern. Derzeit sind etwa 8.500 Euro von 50.000 an Spenden zusammengekommen bei einer Restlaufzeit von 21 Tagen. Sollte bis dahin das Ziel von 50.000 Euro nicht erreicht sein, erhalten alle Spender ihr Geld zurück.

Es sieht nicht danach aus, als würde das Projekt zustande kommen. Woran liegt das? Ich finde platt gesagt, dass man für seine Geldspende zu wenig Gegenleistung erhält. Ich spende beispielsweise 50 Euro und erhalte dafür lediglich ein Essen und ein Getränk? Üblicherweise ist es in unserem Wirtschaftssystem so, dass man Miteigentümer einer Firma wird, wenn man Geld in ein Projekt investiert, das hinterher Geld einbringen soll. Ich hätte mir ebenso gewünscht, dass man den Ort noch mehr als allgemeinen Spiele-Pub vorstellt und den Fokus nicht zu sehr auf die Fantasy-Ecke legt. Grundsätzlich finde ich die Idee toll und unterstützenswert!

photo credit: Scott Smith (SRisonS) via photopin cc

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Autor: Alltagsoekonom

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Ein Kommentar

  1. Ja, die Gegenleistungen sehe ich tatsächlich auch als ziemlich sparsam an. Für 50 Euro sollte mehr als ein Essen und ein Getränk drin sein (von 20 Euro für eine Flasche Met, die sie auch noch geschenkt bekommen, ganz zu schweigen..). Crowdfunding soll ja keine reine Bettelei im Netz darstellen.
    Abgesehen davon ist das Konzept nicht selbst erstellt und ich finde, das merkt man mitunter, da das ganze ein wenig lieblos wirkt.

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