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Die Zukunft von Justin Bieber

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Justin Bieber, das ist der Prominente, nach dem 2011 die meisten Menschen suchten. Mit 13 Jahren begann seine Karriere im Jahr 2008, als ein Musikmanager auf ein youtube-Video von ihm aufmerksam wurde.

Mittlerweile hat Bieber drei Alben veröffentlicht und unzählige Millionen Euro verdient. Für das Jahr 2011 etwa errechnete das „Forbes magazine“ Einnahmen von mehr als 53 Millionen Euro.

Was macht es mit einem Menschen, wenn er seine Pubertät in den Scheinwerferlichtern der Öffentlichkeit verbringt, ständig umringt von Paparazzi?

Nun, man entwickelt komische Verhaltensweisen und beschmeißt etwa das Haus der Nachbarn mit rohen Eiern. So las ich es vor einigen Tagen bei web.de, dem Mailprovider, bei dem sich die Redakteure tagtäglich einen Wettstreit um den niveaulosesten Beitrag liefern.

Die Nachbarn von Justin Bieber haben dann wohl die Polizei gerufen, die daraufhin mal eben das Haus durchsuchte und Drogen beschlagnahmte.

Die Drogen sollen einem mit Bieber befreundeten Rapper gehört haben, doch auch der Kanadier soll bereits viel mit illegalen Substanzen experimentiert haben.

Kein Wunder, schließlich ist das Leben eines Tennieschwarms nur auf den ersten Blick ein Zuckerschlecken. Unmengen an Geld und scharenweise Mädchen, die einen anhimmeln, das wirkt erstmal sehr angenehm. Andererseits gibt es da die Kehrseite der ständigen Beobachtung von den Medien. Diese lieben Geschichten von süßen Jungen, die dann irgendwann ins Erwachsenenalter kommen und warten nur darauf, dass das Image des schnuckeligen Jungen Risse bekommt.

So war es ein Riesenskandal, dass Bieber irgendwo, ich glaube es war Brasilien, laut Berichten mehrere Nutten besucht hat. Oder dass Bieber Drogen nimmt. Dadurch, dass die Presse in einer unglaublichen Intensität von den angeblichen Eskapaden des jungen Kanadiers berichtet, befeuert sie wiederum das, was sie eigentlich kritisert.

Die Klatschpresse kann nämlich Leute, denen ihr Bild in der Öffentlichkeit nicht egal ist, in die Enge treiben. Dann produzieren Skandale weitere Skandale, wie es etwa vor etwa fünf Jahren bei der kahlgeschorenen Britney Spears der Fall war.

Tja, ihr fragt euch nun vielleicht, woher der Alltagsoekonom so gut über Justin Bieber Bescheid weiß. „Bravo Leser wissen mehr“, sag ich da nur. Im Ernst: Auch ich habe eine voyeuristische Ader. Noch mehr interessiert mich aber in dem Fall, wie sich ein 14-Jähriger im grellsten Scheinwerferlicht dieser Welt entwickeln kann. Es gibt viele Leute, die mit ihrem Ruhm nicht zurechtgekommen sind: Siehe Michael Jackson, Amy Winehouse, Whitney Houston und viele andere mehr.

Und Justin Bieber wird es noch einmal schwerer haben als diese Menschen, weil ihn die Medien schon so früh zum Weltstar machten.

Wie kann man da tragfähige Beziehungen aufbauen? Auch die Freunde Biebers müssen damit rechnen, in den Illustrierten zu erscheinen. Dann gibt es auch noch Leute, die nur hinter seinem Geld her sind. Zusätzlich ist es sicherlich enorm schwer, auf dem Boden zu bleiben, wenn einem tausende kreischende Mädchen bei Konzerten zujubeln. Das viele Geld kann nicht nur als Falsche-Freunde-Magnet, sondern auch als Sattmacher dienen. Welche materiellen Wünsche hat ein Justin Bieber noch? Er kann sich längst jeden einzelnen davon erfüllen. Er kennt nicht mehr das gute Gefühl, längere Zeit für einen größere Anschaffung zu sparen.

Dies sind alles Risikofaktoren, die ein krisenerfülltes Leben begünstigen. Und mancher Klatschreporter wird sich deshalb schon jetzt die Finger reiben.

photo credit: jake.auzzie via photopin cc

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Autor: Alltagsoekonom

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