Wirtschaft einfach leben

Der Online-Pizza-Markt: Umkämpft wie eh und je

| 1 Kommentar

Mittlerweile ist es über drei Jahre her, dass ich eine Analyse zum Online-Pizza-Markt geschrieben habe. Damals habe ich beschrieben, wie Anbieter wie Lieferando oder Pizza.de mit häufigen Rabattaktionen um die Gunst der Kunden buhlen.

Wie es heute auf dem Markt für Online-Essensbestellungen aussieht und wie ihr davon profitieren könnt.

Wenn ich die letzten drei Monate Revue passieren lasse, schätze ich, dass ich sieben oder acht Mal mit einem Rabattgutschein über Lieferando, Pizza.de oder Lieferheld eine Bestellung aufgegeben habe. Und der Rabatt betrug mit jeweils etwa 5 Euro bei meinen geringen Bestellwerten etwa 50 Prozent des Kaufpreises. Ich habe mir schon oft eine nette Pizza für 5 Euro bringen lassen. Diese von mir genutzten Rabattaktionen galten immer auch für Bestandskunden.

Was ich damit sagen möchte: Der Wettbewerb in diesem Markt erscheint mir nach wie vor sehr groß. Die Online-Plattformen versuchen weiterhin, Stammkunden zu generieren. Relativ neu ist dabei, dass viele Gutscheine nur für Bestellungen mit der Handy-App funktionierten. Die Anbieter wollen also die Leute zu Bestellungen über ihre mobilen Geräte bewegen. Für mich eine im Vergleich zu Bestellungen über den PC relativ umständliche Sache. Und wenn ich als Kunde sowieso schon einen Lieblingslieferdienst habe und auch weiss, welche Gerichte ich bestellen möchte, dann greife ich zum Telefon.

Vermutlich scheint es jedoch viele Menschen zu geben, die gerne mal neues Essen auf Rädern probieren und dann die recht komfortable Lösung über die Handy-App wählen. Die Apps sind deshalb sehr leicht zu bedienen. In wenigen Klicks navigiert man sich über die Lieferanschrift durch die Speisekarte über die Zahlungsoptionen zum Abschluss des Bestellvorgangs.

Geschäftszahlen aus dem Jahr 2014 für das Unternehmen Delivery Hero, zu dem Lieferando zählt, sehen noch nicht so rosig aus. Ein weltweiter(!) Umsatz von gerade einmal 88,9 Millionen Euro und ein Verlust von 37,6 Millionen Euro im Betriebsergebnis EBITDA im Jahre 2014 waren noch nicht beeindruckend. Dennoch sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, denn der Markt für Online-Bestellungen wächst wohl rasant: Laut „deraktionaer.de“ soll sich der Umsatz in 2015 ungefähr verdoppeln. was  für schwarze Zahlen in 2015 spricht. Laut dem Artikel betrug der Marktwert von Delivery Hero im Juni 2015 satte 2,8 Milliarden Euro.

Von einem ruinösen Wettbewerb in diesem Markt kann trotz aller Rabattaktionen also zumindest auf Seiten von Lieferando nicht die Rede sein.

Sehr interessant wäre ein Einblick in die Verträge, die Restaurants mit den Online-Plattformen schließen. Laut einer von mir unbestätigten Quelle lassen sich Dienste wie Pizza.de für die Vermittlung teuer bezahlen. Demnach verdient eine Plattform etwa 12 Prozent vom Umsatz bei einer Onlinebestellung. Ein stattlicher Betrag. Sehr interessant wäre zu erfahren, ob Restaurants eventuell sogar bei Rabattaktionen die Kosten dieser Rabatte mittragen müssen. Falls jemand hierzu Genaueres weiss, bitte einen Kommentar hinterlassen!

Über diesen Banner könnt Ihr euch bei Lieferheld anmelden und dann immer wieder in den Genuss von satten Rabatten kommen:



photo credit: Lamb-pepperoni pizza via photopin (license)

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Autor: Alltagsoekonom

Der Volkswirt schreibt hier über persönliche und ökonomische Lebensführung, über Gerechtigkeit und über Gesellschafts- und Kartenspiele. Er freut sich immer über Kommentare, Feedback und Kooperationsgesuche. Sehr gerne über das Kontaktformular dieser Seite oder per Mail. Ansonsten ist der gute Herr auch bei google+ zu erreichen.

Ein Kommentar

  1. Es gibt zuviele Online Pizza Dienste, ich bestelle auch nur bei Lieferando, finde ich am besten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.