Wirtschaftszeitschriften: Mainstream oder Fachzeitschrift?

Am Kiosk gibt es viele Zeitschriften zum Thema Wirtschaft, vor allem die üblichen verdächtigen aus dem Mainstream-Bereich: Wirtschaftswoche wäre so ein Klassiker oder Brand Eins. Enorm kann mit seiner Ausrichtung auf Nachhaltigkeit mittlerweile auch schon zum Mainstream gezählt werden.

Auf der anderen Seite gibt es Fachzeitschriften, die teilweise im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu finden sind, teilweise aber auch direkt von einem Verlag bezogen werden müssen.

In diesem Artikel gibt es alles zum Unterschied zwischen klassischen Wirtschaftsmagazin und Fachmagazinen sowie den wirtschaftlichen Hintergründen.

Zuerst einmal zu den bekannten Magazinen. Was diese kennzeichnet, ist ihre verhältnismäßig hohe Auflage. Einerseits gibt es allgemeine Wochenmagazine wie Spiegel, Focus oder Stern, die noch umfangreicher gesellschaftliche Themen behandeln und die deshalb eine noch größere Auflage haben.

Allgemeine Magazine haben höhere Auflage

Die Wirtschaftswoche behandelt dagegen nur Themen aus dem Bereich Wirtschaft, aber in diesem ein breites Spektrum. Es geht um Unternehmen, Personen der Wirtschaft, den Kapitalmarkt, manchmal spielt sogar das Thema Moral bei der Wirtschaftswoche eine Rolle.

Brand Eins oder Enorm sind auch allgemeine Wirtschaftsmagazine, aber mit anderem und nach meinem Verständnis etwas engeren Themengebiet. Bei Brand Eins sind es gesellschaftliche Wirtschaftsthemen oft auch verbunden mit Nachhaltigkeit. Dabei sind die Artikel immer sehr positiv geschrieben, sie sollen Lust auf Wirtschaft machen. Nach einigen Ausgaben habe ich mir jedoch eine differenziertere Berichterstattung gewünscht. Auch Kritik muss erlaubt sein und auch bei Unternehmen mit moralischen Prinzipien gibt es Missstände.

Enorm konzentriert sich noch mehr auf den Bereich Nachhaltigkeit, ist also nach meiner Einschätzung noch mehr auf eine bestimmte Kundengruppe ausgerichtet.

Die Preise all dieser Magazine sind aufgrund ihrer verhältnismäßig hohen Auflage noch recht gering. Brand Eins kostet mit glattten 10 Euro am meisten. Im Abo wird es die Zeitschriften teilweise noch günstiger geben.

Auf der anderen Seite gibt es Fachmagazine, die einen noch weitaus kleineren Kundenkreis ansprechen als die eben erwähnten allgemeinen Wirtschaftsmagazine. Diese enthalten dafür spezielle Informationen für diese Zielgruppe.

So bietet etwa der Wirtschaftsdienstleister Haufe, der vor allem Software und Informationen für verschiedene Unternehmensbereiche wie Personal und Rechnungswesen vertreibt, eine Fachzeitschrift für Controller an. Diese kostet 198 Euro im Jahr zuzüglich Versandpauschale von etwa 10 Euro.

Fachmagazine kosten mehr aufgrund kleinerer Leserschaft

Das Erscheinungsintervall konnte ich auf der Website nicht finden, im Chat teilte man mir allerdings mit: Es erscheint monatlich. Das macht dann einen Abopreis von 17,50 Euro je Ausgabe, wenn man die Versandkosten berücksichtigt.

Und so ist es fast immer: Fachzeitschriften kosten deutlich mehr als allgemeinere Magazine, denn sie richten sich an ein kleineres Publikum. Die kleinere Auflage muss die Kosten des Magazins decken, deshalb zahlt der einzelne mehr. Ein weiterer Grund: Der Recherche-Aufwand und das nötige Wissen ist bei Fachzeitschriften manchmal größer als bei allgemeineren Zeitschriften.

Ein kleines Beispiel für das Spezialwissen von Fachmagazinen wie dem Controller-Magazin: Darin enthalten sind Arbeitshilfen wie Excel-Tools und Online-Seminare.

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