Warum viele Daytrader vor Spielsucht die Augen verschließen

In unzähligen youtube-Videos wird das Leben als sogenannter Daytrader in den höchsten Tönen gelobt. Ausgiebig werden die Vorteile aufgezählt, etwa dass man sein eigener Chef und örtlich nicht gebunden ist. Der Trader benötigt einen Internetzugang und ein Zugangsgerät – dann kann er auch am Strand von Rio de Janeiro mit Aktien, Rohstoffen oder Währungen handeln.

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil fällt jedoch fast in jeder Dokumentation zum Thema Daytrading unter den Tisch: Das kurzfristige Spekulieren auf Kursverläufe von bestimmten Unternehmensaktien, Rohstoffen oder Währungen hat ein hohes Suchtpotenzial.

Der Fall Uli Hoeneß war ein prominentes Beispiel dafür: Laut eigener Aussage in der Wochenzeitung „Die Zeit“ verlor Hoeneß vollkommen die Kontrolle über sein Geld und die Zeit – ständig checkte er Aktienkurse über ein mobiles Anzeigegerät, er investierte wahnsinnige Summen und setzte sie letztlich in den Sand.

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