Bewerbung beim Spielautomatenhersteller Gauselmann

Nachdem meine Bewerbung für RTL2-Frauentausch keinen Erfolg hatte, versuche ich es mit einer weiteren Bewerbung. Diesmal bei der Gauselmann AG. Mal sehen, ob ich die Damen und Herren dort von meinem Charakter überzeugen kann.


Sehr geehrter Herr Gauselmann,

ich habe im Februar letzten Jahres mein Studium der BWL erfolgreich abgeschlossen und möchte nun mit Vollgas ins Berufsleben einsteigen. Ich kenne die Gauselmann AG als profitables Unternehmen, das unter der Marke „Merkur“ Geldspielgeräte entwickelt und produziert.

Während meines Studiums habe ich diverse Praktika im Investmentbanking von Banken absolviert. Dort habe ich gemerkt, wie wichtig es mir ist, einen Haufen Geld zu verdienen. Ich denke, dass die Gauselmann-Gruppe der richtige Arbeitgeber ist, um dieses Ziel zu erreichen.

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Die Sucht nach Geldspielautomaten

Ich habe einmal in meinem Leben an einem Geldautomaten gespielt. In der Zockerhölle meines Studienorts Gießen wurde mir gleich umsonst etwas zu trinken angeboten. Klar, der Kunde soll sich wohlfühlen und fleißig den Automaten füttern. Nicht mit mir, nachdem mein Gratisguthaben aus einem Gutscheinheft schnell weg war, habe ich mich vom Acker gemacht.

Nicht nur in Spielhallen, sondern ebenso in vielen Kneipen und Gaststätten finden sich Geldautomaten. Diese enorme Verfügbarkeit ist mit Sicherheit ein Grund dafür, dass es in Deutschland schätzungsweise 200.000 bis 500.000 Spielsüchtige gibt. Eine enorme Zahl.

Als ich mir das Schicksal der pathologischen Spieler in drei Dokumentationen ansah (Videos in diesem Artikel), war ich betroffen. Ich denke, man kann erahnen, wie schrecklich sich diese Menschen fühlen müssen. Riesige Schuldenberge, nahestehende Menschen hintergangen, Beziehungen kaputt, Beschaffungskriminalität – mit diesen Problemen müssen sich Spieler oft auseinandersetzen, nachdem Sie die Entscheidung getroffen haben, mit dem Spielen aufzuhören.

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