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Fachkräftemangel 2019: Wie können sich Unternehmen behelfen?

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Viele Zeitungen schreiben, dass sich die Wirtschaft in einem Abschwung befinde. Damit meinen sie allerdings nicht eine Rezession, sondern nur ein zurückgehendes Wirtschaftswachstum.

Nachlassendes Wachstum bedeutet natürlich noch keine Krise, schließlich wächst die Wirtschaft weiterhin. Viele Unternehmen klagten während der Hochkonjunktur, dass sie offene Stellen nicht besetzen können. Und auch wenn die Wirtschaft derzeit weniger stark wächst, wird das zunächst einmal nichts am Fachkräftemangel ändern. Wie können Unternehmen in diesen Zeiten geeignetes Personal finden?

Traditionell gibt es nicht in allen Berufen und Wirtschaftsbranchen Probleme für Unternehmen, geeignete Mitarbeiter zu finden. Das Statistikportal Statista zitiert hier den Arbeitsmarktreport 2019, der von der Deutschen Industrie- und Handelskammer im März dieses Jahres herausgegeben wurde.

Weite Teile der Wirtschaft in Deutschland betroffen

Demnach sind vor allem die Branchen Bau, Industrie und Dienstleistungen betroffen. Zumindest gibt ein Anteil von knapp 50 Prozent aufwärts der Unternehmen dieser Bereiche an, Stellen nicht adäquat besetzen zu können.

Die Bundeszentrale für politische Bildung listet die Vakanzzeiten für unterschiedliche Berufsgruppen auf. Hier ist zu sehen, dass ein breiter Teil des deutschen Arbeitsmarktes betroffen ist. Auch wenn der ausführliche Artikel bereits im Jahr 2012 geschrieben wurde, gibt er Hinweise darauf, wie viele Bereiche das Problem umfasst.

Wie können Unternehmen versuchen, das Problem zu lösen? Einerseits versuchen Unternehmen, Mitarbeiter auch über die Rente hinaus im Unternehmen zu halten. Auch für Rentner, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben, ist dies oft attraktiv, denn dieser darf  „unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird.“

Eine weitere Idee, der Unternehmen immer offener gegenübertreten, ist die Stellensuche im Ausland. Mittlerweile gibt es eine Menge Personalagenturen, die Arbeitskräfte aus Ländern wie Polen vermitteln. Insbesondere das europäische Ausland bietet sich hier an, denn neben kulturellen und sprachlichen Hürden sind  auch die bürokratischen Hindernisse geringer.

Und polnische Arbeitskräfte, beispielsweise Handwerker im Baubereich, dass weiß ja jeder mittlerweile, arbeiten besonders gut:

Langfristiger Entscheidungshorizont beugt Personalproblemen vor

Zudem sollten sich Personalverantwortliche gut überlegen, wie sie in wirtschaftlichen Krisenzeiten agieren. Wer qualifiziertes Personal schnell vor die Tür setzt, hat vermutlich Probleme die Stellen wieder zu besetzen, wenn sich die Konjunktur erholt. Wenn es die Liquidität der Firma zulässt, kann es also Sinn machen, Personal vorübergehend im Betrieb Papierflieger basteln zu lassen oder dem Hobby Büro-Minigolf nachgehen zu lassen.

Auch wenn kaum jemand abschätzen kann, wie lange eine Krise dauert wie schlimm es noch wird – es lohnt sich, das mögliche Personalproblem in besseren Zeiten im Blick zu behalten.

Um es zusammenzufassen: Die Beschäftigung von Mitarbeitern über das Rentenalter hinaus und die Suche nach Personal im Ausland beziehungsweise die Beauftragung von ausländischen Personalagenturen können helfen, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Zudem lohnt der langfristige Blick auf das Thema in Zeiten der Rezession, denn in besseren Zeiten könnte es erneut schwierig werden, qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

 

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Autor: Alltagsoekonom

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Ein Kommentar

  1. Wir haben keinen Fachkräftemangel. Den gibt es nicht, Herr Alltagsoekonom. Aber wenn Ihrer Meinung nach Polen besser arbeiten, als Deutsche, denn das wollen Sie ja damit sagen, dann weiß ich schon, woher bei Ihnen der Wind weht.

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