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Obacht bei Faber Lotto

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Sicherlich werden die meisten schon einmal Post von Faber Lotto im Briefkasten gehabt haben. In den Werbebriefen wird in großer, fetter, unterstrichener Schrift von hohen Gewinnen geredet.

Im Folgenden: Warum Gewinne zwar häufiger, aber die Gewinnsummen geringer sind als beim Einzelspiel Lotto. Und weiteres, das Faber Lotto in seinen Werbebriefen nicht erwähnt. Weshalb ich von der Teilnahme eher abrate.

Faber ist ein Unternehmen, das Tippgemeinschaften organisiert. Die Firma wird damit, dass der Spieler bei jeder Lottoziehung eine ganze Reihe von Spielscheinen gleichzeitig spielt und damit seine Chance, etwas zu gewinnen, vergrößert.

Geringe Rückzahlung der Einsätze durch Faber

Was Faber nicht sagt: Die höhere Gewinnwahrscheinlichkeit ist dadurch erkauft, dass der einzelne Mitspieler im Gewinnfall den Gewinnbetrag mit allen Mitgliedern der Spielgemeinschaft teilen muss. Der Gewinnbetrag ist dementsprechend auch deutlich geringer.

Was Faber auch nicht erwähnt: Ein großer Batzen der Teilnahmegebühren der Spieler fließt in die eigene Verwaltung. Ein Bericht von test.de aus dem Jahr 2003 spricht von 50 Prozent Verwaltungsgebühren. Die Internetseite des Focus berichtet von 40 Prozent Verwaltungsgebühren beim Spiel 013. Irgendwo logisch: Letztlich bezahlen die Mitspieler nicht nur die Faber-Mitarbeiter, sondern vor allem auch deren Unmengen Werbebriefe an deutsche Haushalte.

Wer Lotto spielt, der erhält im Durchschnitt von einem Euro Einsatz 50 Cent zurück (Erwartungswert). Wer bei Faber Lotto spielt bekommt noch weniger retour. Rechnen wir hierzu zugunsten von Faber „nur“ mit 40 Prozent Verwaltungsgebühren.  Die Rückzahlungsquote insgesamt beträgt 60 Prozent (Investition in Lotto durch Faber) multipliziert mit 50 Prozent (Rückzahlungsquote durch Lotto), also 30 Prozent. Für jeden eingesetzten Euro bekommt der Spieler auf lange Sicht nur 30 Cent zurück. Faber wirbt zwar damit, dass die Tippreihen computeroptimiert seien und daher besonders hohe Gewinne abwerfen. Und tatsächlich kann ein Lottospieler durch das geschickte Auswählen von Zahlen, die wenige andere Spieler wählen, höhere Gewinne erzielen. Doch ich kann mir schwer vorstellen, dass die Computeroptimierung die 40 Prozent Verwaltungsgebühren ausgleicht.

Intransparenz zulasten der Teilnehmer

Das Geschäftsmodell von Faber wäre nicht weiter schlimm, wenn Faber  die eigenen Gebühren und Gewinnchancen offenlegen würde. Doch sie erklären in ihren Werbeschreiben nicht einmal die oben erwähnten Grundlagen einer Tippgemeinschaft, dass höhere Gewinnchancen durch geringere Beträge für den Einzelnen erkauft werden. Mal davon abgesehen, dass auch Gebühren und Gewinnchancen immer nur ganz klein auf die Werbebroschüren gedruckt sind.

So klein, dass alte Leute, die die Hauptzielgruppe von Faber darstellen dürften, Gebühren und Gewinnchancen eventuell gar nicht mehr lesen können. Faber richtet seine Werbung aus meiner Sicht konsequent an naive, gutgläubige Menschen mit wenig Zahlenverständnis. Das finde ich nicht in Ordnung. Vielleicht überlegt sich der ein oder andere die Teilnahme noch einmal. Zumindest dürftet ihr nach der Lektüre dieses Artikels ein vollständigeres Bild des angebotenen Produktes erhalten haben

Hinzu kommt: Es gab auch schon Probleme damit, dass Faber offenbar berechtigten Ansprüchen auf Gewinne nicht nachgekommen ist:

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Autor: Alltagsoekonom

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9 Kommentare

  1. Ich bin auch auf eine Faber- Masche hereingefallen. Es war ei Brief von Faber im Briefkasten. Ich sollte anrufen und man würde für mich würfeln. Bei einer 6 hätte ich die Chance 1 Million zu gewinnen. Mir war schon klar, dass wenn ich anrufe keine 6 fallen würde, sicher nur eine 1 oder 2. Ich rief trotzdem an und siehe da meine Vermutung wurde bestätigt. Mit verlockenden Worten Gewinne mit vielen Tippreihen doch nocvh sehr viel gewinnen zu können habe ich mich einwickeln lassen und war plötzlich Lottomitspieler, Teilnehmer bei der Glücksspirale und spielte auch bei der SKL mit. Nun habe ich das alles am Halse und muss monatlich meine hohen Beiträge bezahlen, bekomme monatlich viel bunte Post mit den Meinungen von glücklichen Gewinnern und vielen neuen Gewinnchancen. Ein Gewinn ist jedoch noch nicht eingegangen, habe ja trotz der vielen Tippreihen auch noch nichts gewonnen. Neuerdings liegen wieder neue Briefe von Faber m Briefkasten mit einer neuen Masche, anrufen und 100%ig mit dem Glücksrad gewinnen. Ich bin jetzt drer Meinung, dass der Herr Faber sicher genug mit mir verdient hat und möchte da aussteigen. Ob mir das wohl gelingt ?

    • Mit der Bank sprechen
      Bis zu 6Wochen man das Geld wieder auf das eigene Konto zurück geholt werden

      Das Gleiche ist mir auch passiert…
      Viel Glück…
      Anita Schneider

    • Hallo Herr Becker ich bin ebendfallst auf die Masche mit dem Glücksrad reingefallen. Wo kann man sich wenden das man aus dieser Masche wieder herraus kommen tut. faber hat ebenfallst meine ganzen konto daten.
      Gruß joachim H.

      • Hallo Joachim,

        am leichtesten dürfte es per Mail sein. Einfach die Kündigung an service@faber.de senden.

        Bitte machen Sie sich jedoch nicht zu große Sorgen um Ihr Geld. Es ist nicht bekannt, dass Faber unrechtmäßig Geld vom Konto einzieht.

      • Hallo Herr Becker ich bin ebendfallst auf die Masche mit dem Glücksrad reingefallen. Wo kann man sich wenden das man aus dieser Masche wieder herraus kommen tut. faber hat ebenfallst meine ganzen konto daten. Bis her habe ich seit gestern Samstag 20 juni noch keinen Gewinn (2x3mit superzahl) kostenlos ! Mit gespielt.
        Gruß joachim H.

  2. Ich habe die Faber Post auch erhalten, als Geburtstagsüberraschung. Als ich las, dass man seine vollst. Daten incl Bankdaten angeben muss war ich neurierig, denn bei einem Überraschungsgewinn, also kein Geld, wäre das nicht erforderlich. Als ich an meinem Geburtstag aus Neugierde angerufen habe erfuhr ich, dass der Trilnahmeschluss vor 6 Tagen abgelaufen war, da hatte ich noch nicht Gebuttstag. Aber, ich eies darauf hin, dass dort nur 15.Februar steht, was fehlt war die Jahresangabe. Das widerspricht den gesetzl. Bestimmungen. Der Herr wurde daraufhin sehr unfreundlich. Ich habe aufgelegt, denn spielen wollte ich ja gar nicht. Sehe mich hier bestätigt, dass es sich um unlautere Dinge handelt und verstehe nicht, dass der OTTO VERSAND mit Faber so etwas veranstaltet, somit hat OTTO meine Daten weiterverkauft.

  3. Habe von der Banken schreiben bekommen ,das faber 67,Euro abbuchen wollten .habe aber nichts schriftliches bei denen gemacht und auch keine Kontodaten angegeben .verstehe nicht woher die unsere Daten haben .frage mich wie man sich noch davor schützen kann. Bin stinksauer .

  4. Und was mir jetzt aufgefallen ist: Bei zweiwöchentlichem Einsatz (Lotto, Eurojackpot) wird seit einiger Zeit die Gebühr nicht nur verdoppelt, sondern sogar darüberhinaus erhöht.
    Finger weg – unseriös.

    • versteh ich nicht!?!
      2 Lotto-Reihen Mittwoch 1 Woche kosten auf faber.de 2,28 (also 28 Cent Gebühren, zum Vergleich: westlotto.de 2,35 Euro = 38 Cent Gebühren)
      2 Lotto-Reihen Mittwoch 2 Wochen kosten auf faber.de 4,40 (also 40 Cent Gebühren, zum Vergleich: westlotto.de 4,50 Euro = 50 Cent Gebühren)
      wo ist da eine Verdopplung der Gebühren, wo ist das unseriös?

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