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Zeitarbeit (1): Die Kosten für einen Leiharbeiter

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Zeitarbeiter bekommen in der Regel einen geringen Lohn. Trotzdem unterschätzen viele Menschen die Kosten für einen Leiharbeiter. In dieser Einführung geht es um die Frage, welche Kosten eine Zeitarbeitsfirma bei ihrer Kalkulation berücksichtigen muss.

Zunächst einmal kurz dazu, wie Leiharbeit funktioniert. Der Arbeitnehmer schließt einen Arbeitsvertrag mit der Zeitarbeitsfirma ab. Daraufhin verleiht die Zeitarbeitsfirma den neuen Mitarbeiter an Unternehmen, die zusätzliche Arbeitskräfte benötigen. Die entleihende Firma bekommt daraufhin eine Rechnung von der Zeitarbeitsfirma über einen Betrag x. Das heißt also, die Zeitarbeitsfirma übernimmt den ganzen ,,Bürokram“, d.h. sie meldet den Arbeitnehmer bei der Krankenversicherung, Rentenversicherung, etc. an, zahlt den Lohn im Krankheitsfall und im Urlaub und erledigt weitere arbeitsrechtliche Dinge wie die Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz.

Skizze Zeitarbeit

Bild: Die Beziehung zwischen Zeitarbeitsfirma, Leiharbeiter und Entleihbetrieb. Der Leiharbeiter ist bei der Zeitarbeitsfirma angestellt, wird jedoch von dieser in andere Betriebe entsendet. Die entleihende Firma zahlt einen pauschalen Stundenbetrag für den überlassenen Leiharbeiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was verdient ein Leiharbeiter? Im Helferbereich, d.h. bei Tätigkeiten die man auch ohne Vorkenntnisse durchführen kann, zahlen die meisten Zeitarbeitsfirmen nach IGZ-Tariflohn 8,19 Euro brutto pro Stunde. Manche Zeitarbeitsfirmen zahlen Hilfsarbeitern etwas weniger, manche auch etwas mehr. Bei höherqualifzierten Personen, etwa bei Schweißern, Elektrotechnikern oder Drehern liegt der gezahlte Lohn darüber.

Was zahlt nun der entleihende Betrieb an die Zeitarbeitsfirma? Dazu muss man berücksichtigen, welche Kosten die Zeitarbeitsfirma hat und dem entleihenden Unternehmen in Rechnung stellen muss, um kostendeckend zu arbeiten. Hierzu habe ich folgende Rechnung gefunden, die mir plausibel scheint und auf die ich mich deshalb nun beziehe.

Direkte Kosten für den Leiharbeiter

Bruttolohn Arbeiter                                                 10 Euro

Arbeitgeberanteil Sozialversicherung                       2 Euro

Rückstellung für Urlaub Arbeitnehmer                      1 Euro

Rückstellung für Krankheit Arbeitnehmer                  0,5 Euro

Berufsgenossenschaftsbeitrag                                  0,5 Euro

Wie bereits oben beschrieben, zahlt die Zeitarbeitsfirma dem Arbeitnehmer seinen Lohn im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Zahl der Urlaubstage weiter und zahlt ihm auch im Krankheitsfall dessen Lohn fort. Mit Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung sind die Zahlungen an die Renten-,Kranken- Pflege- und Arbeitslosenversicherung gemeint, die der Arbeitgeber als seinen Anteil zusätzlich an diese Versicherungen abführen muss. Berufsgenossenschaften, die den letzten Kostenpunkt darstellen, übernehmen unter anderem die Rehabilitation von Personen, die einen Arbeitsunfall erlitten haben und sichern diese Personen finanziell ab.

Weitere Kosten, die für den Zeitarbeiter anfallen

Das macht als Zwischensumme schonmal 14 Euro. Nun sind jedoch noch nicht die Kosten, die für die Zeitarbeitsfirma anfallen, berücksichtigt. An dieser Stelle sind folgende Kosten zu berücksichtigen:

– Lohnbuchhaltung

– Anteil am Gehalt des Filialchefs bzw. der Personalvermittler

– anteilige Kosten für Strom, Miete, Telefon, Büroeinrichtung

– Rücklage für Zeiten, in denen zur Arbeitnehmerüberlassung bestimmte Mitarbeiter keinen Einsatz haben und zuhause sitzen

– Rücklage, falls Forderungen gegenüber Kunden von diesen nicht bedient werden, etwa da diese insolvent sind

-Gewinnaufschlag

Die betreffende Person, die diese sehr detaillierte Rechnung erstellt hat, geht von 18-25 Euro pro Stunde aus, die die entleihende Firma an die Zeitarbeitsfirma pro Stunde zahlt. Das heißt also, das der Bruttolohn des Zeitarbeiters mit 1,8-2,5 multipliziert werden muss, um auf die Kosten für den Entleiher zu kommen.

Von einer seriösen Quelle (die jedoch großen Wert darauf legt, anonym zu bleiben ;)) weiß ich, dass in ihrem Falle bei einem Bruttolohn von 7,89 Euro der entleihenden Firma ca. 15 Euro in Rechnung gestellt wurden. Der sich in diesem Beispiel ergebende Faktor 2 passt also zur These, dass die Zeitarbeitsfima das 1,8-2,5-fache verlangt. Diese Formel kann jedoch bei Fachkräften, die mehr Geld verdienen, abweichen.

Wenn man sich die Vielzahl an Kostenfaktoren einmal verdeutlicht und sich gleichzeitig bewußt macht, wie viele Zeitarbeitsfirmen es am Markt gibt, dann vermute ich, dass der Gewinnaufschlag für die Zeitarbeitsfirmen nicht sonderlich hoch sein dürfte.

Im zweiten Teil geht es dann um die Frage, warum Unternehmen auf Zeitarbeiter zurückgreifen.

 

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Autor: Alltagsoekonom

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10 Kommentare

  1. Ich erhalte von meiner Leihfirma 2.300€ (Std.lohn 9,67€ zzgl. Branchenzuschlag).
    Die Firma bei der ich beschäftigt bin zahlt an die Leihfirma 5.344€ (Std.lohn 33,40€).
    Ich würde sagen die Leihfirmen verdienen sich eine goldene Nase.

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    • Was soll den das bei deinem Brutto müsstest du über 13 Euro Stundenlohn haben und beklagst dich- ich habe als Facharbeiter mit allen Zuschlägen nie 1500 brutto erreicht und Heute muss ich nach Krankheit von 750 Euro leben da die Rentenbeiträge von Brutto bezahlt werden. Dass wären Argumente diese mistige Leiharbeit zu ändern aber doch nicht mit deinen Verdienst da lacht ja jeder und fragt sich was du eig willst bei dem Brutto haben nicht viele fest Angestellten. Mit solchen Argumenten erreichen die Leiher nie was. bb jos

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  2. Die Kosten der Leiharbeit sind überflüssig:
    Die Firma, bei der ich beschäftigt bin, hat eine Personalabteilung, die
    ebenfalls mit Personen besetzt ist, die bezahlt werden. Die machen
    hauptberuflich Lohnbuchhaltung, daher leistet die Zeitarbeitsfirma etwas, das nicht wirklich gebraucht wird.
    Ein Büro haben die auch, also auch an dieser Stelle unsinnige doppelte Kosten.
    Den Gewinnaufschlag so schmackhaft zu erklären, möchte ich hier ebenfalls mal versalzen: Bei einer Festanstellung wird auch nicht argumentiert, daß 40% des Tariflohnes einbehalten wird, weil die Lohnbuchhaltung soooo gute und harte, harte Arbeit leistet. Aus welchen Gründen haben traditionsreiche Firmen vor der flächendeckenden Einführung der Zeitarbeit existieren können, wenn doch nach aktuellen Berichten nix mehr ohne geht?
    Flexibilität wäre auch anders möglich. Was spricht dagegen, befristete Verträge direkt, ohne Sklavenhändler, dafür anständig entlohnt, anzubieten?
    Schon Henry Ford hatte begriffen, daß er seine Autos nur verkaufen konnte, wenn seine Leute genug verdienten, sich die Produkte leisten zu können.
    Diese Weisheit scheint heute nicht mehr so wichtig zu sein …

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  3. Hallo Ralf, danke für Deinen Kommentar.

    Ich möchte mit meinem Artikel nicht die Zeitarbeitsfirmen gutheißen. Vielmehr habe ich selbst schon mit zwei Zeitarbeitsfirmen schlechte Erfahrungen gemacht.

    Moralisch gibt es dort absolut widerwärtige Menschen. Einmal wurde mir mein Urlaubsanspruch nicht ausgezahlt, ein andermal wurde ein Versprechen lapidar gebrochen. Ich habe nicht geklagt wegen des Urlaubsanspruchs, weil der Streitwert mit etwa 40 Euro gering war und vor dem Arbeitsgericht meiner damaligen Recherche nach, mit ein paar Ausnahmen, jede Partei die eigenen Anwaltskosten tragen muss. Damit wird man bei der Zeitarbeitsfirma gerechnet und kam deshalb der eigenen Verpflichtung nicht nach.

    In Zeitarbeitsfirmen Arbeiten vermutlich vermehrt abartige, gerissene und linkische Menschen.

    Deine Argumentation kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Wenn ein Unternehmen weiss, dass es für einen Zeitraum von mehreren Monaten jemanden braucht, dann stellen Sie auch selbst jemanden ein. Bei der Festanstellung fallen dann natürlich auch die Lohnbuchhaltungskosten an, die ebenfalls bei der Zeitarbeitsfirma anfallen. Das führt, analog zur Zeitarbeitsfirma, dazu, dass die Kosten für die Firma höher als dein Lohn sind.

    Die Zeitarbeitsfirma hat zudem, weil viele Einsätze kurzfristiger Natur sind, viel Arbeit damit, Entleiherfirmen zu finden. Eine Arbeit, die sie verständlicherweise bezahlt haben möchte. Und eine Zeitarbeitsfirma hat eben auch Probleme mit unzuverlässigen Mitarbeitern, die Sie in ihre Kalkulation miteinbeziehen muss.

    Auch das von dir angebrachte Lohnargument „mehr Lohn, mehr Kaufkraft“ hinkt. Die höheren Kosten der Firmen würden zu höheren Preisen führen, was wiederum die deutschen Exporte runterdrücken würde, weil andere Länder mit niedrigeren Löhnen wettbewerbsfähiger würden.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich bin auch der Meinung, dass Leiharbeiter viel zu wenig verdienen und dass die Einkommensverteilung in Deutschland ungerecht ist. Wenn man nur das Einkommen der Leiharbeiter deutlich anheben würde, hätte das vermutlich nur geringe Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Doch eine Anhebung der Löhne auf breiter Front könnte problematisch werden.

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  4. Hallo Alltagsoekonom,

    erst einmal Danke, daß du dich mit meiner Meinung befasst, die ich gerne argumentativ darstellen möchte.

    Es ist kein Geheimnis, dass ich Zeitarbeit aus meiner Erfahrung heraus komplett ablehne. Da du auch von negativen Erlebnissen berichtest, verstehe ich deine Milde nicht.
    So würde ich auf deine Zeilen wie folgt antworten:
    Ein Urlaubsgeldanspruch von 40€ ist sicherlich ein schlechter Scherz, wie er in der Zeitarbeit üblich ist, sowas auch noch zu unterschlagen, wäre mir eine Klage beim Arbeitsgericht wert. Bei den guten Aussichten auf Gewinn des Prozesses wären mir die Verfahrenskosten schlicht egal, da sie nicht geteilt werden, sondern der Unterlegene die Zeche zahlt.

    Du sagst, Firmen stellen befristet selber ein? Mir fällt auf, dass in der Jobbörse der Arbeitsagentur ca. 8% echte Stellen sind, der Rest ist Zeitarbeit. Selbst bei Jobbörsenn wie indeed, monster, backinjob u.s.w. kommt es immer wieder vor, dass nicht eine einzige Stelle regulär ausgeschrieben wird, alles stürzt sich auf die Zeitarbeit.

    Wenn die Lohnbuchhaltungskosten bei Festangestellten doch genauso hoch sind, woher erklärt sich dann der große Unterschied im Verdienst, immerhin 40%?
    Welche Kosten sollen da höher sein als mein Lohn? Warum ist mein Entleihbetrieb dann so bescheuert und beschäftigt noch Stammpersonal?

    Zeitarbeitern wird häufig eine mangelde Motivation nachgesagt, das finde ich unverschämt! Wann kann man sich voll und ganz auf seine Aufgaben konzentrieren? Wenn man sonst keine Sorgen hat, oder wenn man ständig daran denken muß, wie man es schafft, seine Rechnungen zu bezahlen?
    Also ich habe den Kopf nicht frei für innovative Gedanken, wenn ich noch nicht einmal die Unterbringung meines Sohnes in einer Nachmittagsbetreuung sicherstellen kann. Mal über die Ursachen nachdenken…

    „Mehr Lohn, mehr Kaufkraft“, jezt weiß ich nicht, wer da hinkt. Wenn ich mehr Geld in der Tasche hätte, könnte ich all meine Rechnungen bezahlen und nach den Gesetzen des Kapitalismus mehr konsumieren. Da bereits festgestellt wurde, dass ein Leiharbeitnehmer für ein Entleihbetrieb teurer ist als ein fest Angestellter, würde eine preisgünstige Festeinstellung (oder im Bedarfsfall halt befristet, aber direkt) eher für verbraucherfreundliche Preise sorgen, als die derzeit gelebte Philosophie „Ein Hoch auf die Zeitarbeit“.
    Dein letztes Argument erschliesst sich mir auch nicht: Wenn ein höherer Lohn einen eher geringen Effekt auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat, wieso ist es auf breiter Front doch schädlich, anständig zu entlohnen?
    Wenn das Lohnniveau zu hoch wäre, würden sich Arbeitgeber und die ECHTEN Gewerkschaften wohl auf einen Kompromiss einigen. Warum müssen nur Leiharbeiter ein schlechtes Gewissen haben, von einem auskömmlichen Einkommen zu träumen? WTF machen die in Frankreich? Sind die eigentlich völlig meschugge, Zeitarbeitern mehr Geld zu zahlen, als der Stammbelegschaft?

    Sorry für meinen emotionalen Ausbruch, aber genau so fühlt sich einverzweifelter Zeitarbeiter.

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  5. hallo jetzt ich mal zu zeitarbeit ,
    es ist eine moderne sklaverei , habe gerade etwas erlebt wo ich sagen muß
    was ist man als zeitarbeiter , nur ein sklave ? wie bei mir mitte juli lief bei
    mir ein auftrag bei einer firma aus , ich bekam eine kündigung zum
    anfang august , soweit so gut , aber dann rief mich der chef der zeitarbeitsfirma
    an mitte juli und sagte ich habe einen neuen auftrag ,
    ich fragte was und wo , es sind täglich ca.90 km mit meinen pkw und habe
    b.z.w. bekomme bei diesen einsatz für diese arbeit nur 9 euro die stunde ,
    ich bekomme da ca.1000 euro netto brauche 200 euro benzinkosten ,
    was ist mit verschleiß am auto ? es bleiben 800 euro aber 760 euro würde mir
    hartz4 zu stehen , also ich gehe für ca.50 euro arbeiten selbst die muß ich auf
    die seite legen falls mal am pkw was kommt z.b.reifen bremsen und und ,
    von was soll man leben ? von toast und wasser ? als ich das meinen chef sagte das ist für mich unwirtschaftlich , daraufhin drohte er mir mit einer erneuten kündigung wegen arbeitsverweigerung und er würde es melden beim
    arbeitsamt , finger weg von zeitarbeit
    das sind alles verbrecher das sind zwischenhändler die sich das meiste
    einstecken und uns nur das geben was beim einstecken die tasche seitlich
    herausfällt auf den boden , also friss oder stirb ,

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    • Hey Mike!
      Es scheint, als sei es ein Facharbeiter-Job, für welchen eine Mehrjährige Ausbildung von Nöten ist, wenn da extra jemand herangeholt werden muss, der am Tag 90 km fährt. (gesamt am Tag, oder jeweils Hin- und Rückweg?)
      Einen Hilfsarbeiter findet man auch in der Nähe des Betriebes und bei dem wäre diese geringe Bezahlung evtl. rechtens… Mit Berufsausbildung sieht das aber ganz anders aus, denn da fällt man z.b. in die Regelungen der AÜG zum „Equal-Pay“, oder wenn dein Verleiher an einen Zeitarbeitstarif angelehnt oder in diesem organisiert ist, könntes Du je nach Entleihbetrieb auch Anspruch auf „Branchenzuschläge haben… Es kommt aber auf deine Gehaltsgruppe an, in welcher Du bei deinen Verleiher eingeordnet werden musst.

      Um Deine Situation und Ansprüche (Gehalt, Auslöse, Branchenzuschläge, ggfs. Firmenwagen) zu prüfen, muss man einige wichtige Punkte klären und Du solltest Dich mit diesen auch erstmal beschäftigen, bevor Du Deine Fragen stellst… viele haben keine Ahnung von der Gesamtmaterie und da nützt auch der Beste Ratschlag nichts, denn sie werden Ihre Forderungen ohne Hilfe nicht durchzusetzen wissen. Das rechnen solche Sklaventreiber mit ein…

      – In welcher Branche bist Du Tätig?
      – welchen Beruf übst Du aus?
      – welcher Arbeitgebervereinigung unterliegt dein Verleihbetrieb? Ist er nicht organisiert? evtl. angelehnt an einen Zeitarbeitstarif?
      – in welchem Arbeitnehmerverband sind die Festangestellten des Entleihunternehmens organisiert?

      Du kannst Dir jederzeit Beratung durch eine Gerwerkschaft deiner Branche holen. Als Mechaniker kannst Du z.B. zur IG-Metall gehen… dort für 1% deines Monatsgehaltes pro Jahr (z.b. 2400 brutto/Monat = 24Euro/Jahr) beitreten und Du wärest rechtsschutzversichert (Arbeitsrecht).
      Wenn Dich also einer völlig zu unrecht ausnimmt wie ne Weihnachtsgans, klage Dich aus diese Situation und verhindere, dass z.b. das Arbeitsamt Dich wieder an solche Drecksunternehmen vermitteln kann…

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  6. Mein Mann verdient bei Zeitarbeit 12-13;Euro obwohl er als Fachkraft Elektrotechniker eingesetzt ist und der Kunde zahlt fuer Ihn 50;std.Lohn.!!!Da stimmt doch was nicht bei dieser Rechnung?! L.g.Heike Arama

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  7. Hallo Zusammen,

    Bin nun seit 22 Monaten bei einer Leihbude eingesetzt und kann auch nichts positives berichten. Ständig falsche Abrechnungen, Korrektur dauert dann immer Monate. Fragt man mal nach einer Gehaltserhöhung soll man dies direkt vor Ort mit dem Kunden klären.
    Seit Januar plötzlich nicht mehr im IGZ Tarifvertrag sondern im IG Metall, wodurch einiges an Geld wegfällt, alles zu Gunsten der Zeitarbeitsfirma.

    Lg

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  8. Es ist doch faktisch so, dass bereits vor 17 Jahren mindestens 25 € pro Stunde der Entleihfirma in Rechnung gestellt wurden, in Frankreich gab es schon vor 17 Jahren eine GESETZLICHE Regelung, dass der Mindestlohn bei Zeitarbeitsfirmen bei 1400€ netto zu liegen hat. Hier zu Lande wird man doch verarscht;…geht man von (nur!?)

    25,00 € je Std aus welche in Rechnung gestellt wird
    macht das bei 160 Std.
    4000,00 € Einnahmen durch einen Mitarbeiter
    Lohnkosten (Gesamtbelastung AG) bei 9,25 € brutto in dem Falle:
    1.767,49 €
    macht 2232,51 €
    wenn man nun davon ausgeht, dass in dieser Fa. nun 25 Personen beschäftigt sind, kommen wir auf
    55812,75 €, wovon nun Büromaterial, Miete etc. und natürlich die Gehälter der „Büroabteilung“ gedeckt werden müssen.
    Sagen wir einfach mal 3 fleißige Leute managen das Ganze, da können die sich ganz entspannt 3000 € netto gönnen,…und nach Abzug von Steuern etc. noch einen saftigen Gewinn teilen…
    Und dann muss man sich mal überlegen, wie es Firmen mit 50 oder 100+ Mitarbeitern geht…

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